Thema
Selbstbild
Das eigene Selbstbild ist kein hübscher Motivationsbegriff. Es ist die innere Grundannahme darüber, wer du bist, was du kannst und was dir überhaupt zusteht.
Wie du dich selbst siehst, entscheidet oft mit.
Viele Entscheidungen entstehen nicht erst in dem Moment, in dem du sie triffst. Sie entstehen viel früher: in dem Bild, das du von dir selbst hast.
Wer sich innerlich ständig als jemand erlebt, der ohnehin scheitert, wird Chancen oft gar nicht richtig prüfen. Wer sich für grundsätzlich unfähig hält, Verantwortung zu übernehmen, sucht schneller nach Ausreden, Ablenkung oder Schuldigen. Nicht, weil dieser Mensch schwach ist, sondern weil sein inneres Bild den Handlungsspielraum kleiner macht, als er wirklich ist.
KompassCode meint mit Selbstbild deshalb nicht Selbstverliebtheit oder künstliches Schönreden. Es geht nicht darum, sich etwas einzureden. Es geht darum, ehrlicher zu erkennen, welche Geschichten du über dich selbst glaubst und ob diese Geschichten heute noch stimmen.
Ein klareres Selbstbild beginnt dort, wo du zwischen Tatsache und Gewohnheit unterscheidest. Vielleicht bist du nicht grundsätzlich schlecht mit Geld. Vielleicht hast du nur nie gelernt, Geld ruhig zu steuern. Vielleicht bist du nicht undiszipliniert. Vielleicht hast du dir nur Ziele gesetzt, die nicht zu deinem echten Alltag passen.
Der erste Schritt ist deshalb nicht: Werde jemand völlig anderes. Der erste Schritt ist: Schau genauer hin, wer du wirklich bist, was du dir nur angewöhnt hast und welche Entscheidung heute realistischer wäre als gestern.
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